Begutachtung durch den Medizinischen Dienst: Ablauf und Vorbereitung
Stand: 23.10.2026 · Redaktion Klargrad. Eine fachliche Prüfung durch eine Pflegefachkraft steht noch aus.
Bei der Begutachtung besucht eine Gutachterin oder ein Gutachter die pflegebedürftige Person zu Hause. Geprüft wird, wie selbständig der Alltag in sechs Bereichen gelingt. Daraus ergeben sich die Punkte und der Pflegegrad. Wer den Alltag vollständig beschreibt, hilft, dass das Ergebnis stimmt.
Wer kommt zur Begutachtung?
Bei gesetzlich Versicherten der Medizinische Dienst, bei privat Versicherten Medicproof. Meist kommt eine Pflegefachkraft, manchmal eine Ärztin oder ein Arzt. Der Termin wird vorher angekündigt.
Welche Bereiche werden geprüft?
- Mobilität
- Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
- Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
- Selbstversorgung
- Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
- Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte
Die Module 2 und 3 teilen sich ihr Gewicht; es zählt nur der höhere Wert. Wie die Punkte berechnet werden, steht auf der Seite Methodik.
Wie bereite ich mich vor?
- Unterlagen bereitlegen: Medikamentenplan, Arztbriefe, Verordnungen für Hilfsmittel.
- Ein Pflegetagebuch über 7 bis 14 Tage führen. Es zeigt, wobei und wie oft Hilfe nötig ist.
- Eine Person dazubitten, die den Alltag gut kennt.
- Einen gewöhnlichen Tag beschreiben, nicht den besten. Nichts weglassen, nichts übertreiben.
Checkliste und Pflegetagebuch zum Ausdrucken
Wie lange dauert die Begutachtung?
In der Regel etwa eine Stunde. Danach schreibt die Gutachterin oder der Gutachter ein Gutachten; die Pflegekasse entscheidet auf dieser Grundlage.
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